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Baugruben in Wiesbaden
Wo entsteht in Ihrer Nähe eine Baugrube in Wiesbaden?

Der geologische Untergrund Wiesbadens ist äußerst vielfältig. Er erschließt sich aber wegen der dichten Bebauung nicht auf den ersten Blick. In den vergangenen 177 Jahren sind viele Beobachtungen gesammelt worden, die sich zu dem heutigen Bild fügen. Beteiligt waren an führender Stelle Mitglieder des Nassauischen Vereins für Naturkunde wie Fridolin und Guido Sandberger, Carl Koch, August Leppla, Max Galladé, Oskar Rose, Franz Michels, Eberhard Kümmerle, Arno Semmel, Thomas Keller, Gudrun Radtke u.a. Dennoch weist unsere Kenntnis der Geologie Wiesbadens noch Lücken auf. Deshalb haben wir uns vorgenommen, so viel Beobachtungen wie möglich zu sammeln.

In den vergangenen Jahren sind durch Baugruben und Bohrungen immer wieder neue Beobachtungen zur Geologie Wiesbadens möglich gewesen. Schönstes Beispiel war vielleicht die Baugrube auf dem ehemaligen Fresenius-Gelände in der Kapellenstraße, die wie ein kleines Bilderbuch Einblick in die geologische Vergangenheit Wiesbadens gewährte. Eine Beschreibung ist in Jahrbuch 122/2001 erschienen.

Seit September 2002 sammeln wir Hinweise auf neue Baugruben in Wiesbaden, um die Kenntnis der Geologie Wiesbadens zu erweitern. Die bisherigen Meldungen betrafen das ganze Spektrum der Geologie in Wiesbaden: Baugruben in/mit Lösslehm und Löss, Bachkies, Tertiär-Ablagerungen, Thermalquellen-Einfluss, Serizitgneis (= Wiesbaden-Metarhyolith).

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Ein Highlight war die Baugrube in der Geisbergstraße 13a, wo flach liegende Sedimente des Tertiärs zu sehen waren: Sande, Kiese und Tone in buntem Wechsel. Die kiesigen Sande an der Basis sind durch Kieselsäure aus Thermalwässern stellenweise zu splittrigen Quarziten umgewandelt. Kürzlich meldete unser Mitglied Herr Bartel eine Baugrube an der Ecke Fichte-/ Mathildenstraße. Dort war in einer Schichtenfolge der Hydrobien-Schichten eine verkarstete Oolithkalk-Bank aufgeschlossen. Diese Beobachtung ist für Wiesbaden neu. Außerdem verläuft durch den Aufschluss eine Abschiebung (siehe Foto).

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In der Regel fallen Baugruben erst auf, wenn bereits der Kran steht und nicht mehr viel von der Geologie zu sehen ist. In der Phase des Aushubs ist am meisten zu sehen. Deshalb unser

Aufruf an die Wiesbadener:

Bitte melden Sie sofort an Dr. Helmut Arnold unter Angabe der Straße, wenn irgendwo in Wiesbaden eine neue Baugrube ausgehoben wird. Er wird die Information an die Fachleute weiter geben oder selbst die Baugrube anschauen. Vielen Dank für die Mitarbeit.

Für Hinweise danken wir Frau Behrens-Haberney, Frau Bimler-Rhodes, Frau Dr. Hemfler, Frau Martin, Frau Raab, Frau Völzing sowie den Herren Bartel, Bode, Karnauke, Raschig, F.O. Schmidt, Siefert, Dr. Schreiner, Springer, Dr. Streitz und Zenker.

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Inhalt: Vorstand des Nassauischen Vereins für Naturkunde